Fusarium, Viren, vordringende Insekten, trockenere und wärmere Sommer - die Liste der Herausforderungen im Gewächshausanbau wird nicht kürzer. Das muss jedoch keine schlechte Nachricht sein: Wer gut darauf zu reagieren weiß, erntet gerade dadurch die Früchte. Der Gewächshausanbau ist eine wunderbare, innovative Branche. In den letzten Jahren hat sich vieles verändert, und die Herausforderungen folgten in hohem Tempo aufeinander.
Zunehmender Krankheitsdruck
Man denke an (Wurzel-)Fusarium bei Tomaten in der Vergangenheit, wobei Veredelung zunehmend die Antwort bot, aber auch Corynebacterium und Verticillium, was eine Herausforderung war. Bei Paprika sehen wir Stängelfusarium und "Elefantenfüße", und in den letzten Jahren zunehmend mehr Probleme mit Wurzelfusarium. Auch Viren haben uns zugesetzt, wie Gurkenmosaikvirus, Pepino-Mosaikvirus (PepMV), TSWV und ToBRFV.
Mehr Druck durch Insekten
Insekten spielen eine immer größere Rolle. Neben bekannten Arten wie Thripse, Weiße Fliege (Bemisia), Blattläuse, Tuta, Gallmilben und Raupen dringen neue Arten schnell vor: Nesidiocoris, Nezara, die Braune Marmorierte Stinkwanze, neue Blattlausarten und neue Thripsarten.
Innovation als Antwort
Zum Glück ist der Gewächshausanbau von Natur aus innovativ. Wo die Installation einer Anbaurinne einst schon eine Herausforderung war, um einem schlechten Wurzelprofil entgegenzuwirken, ist dies inzwischen Standard geworden - ebenso wie Full-LED-Beleuchtung es zunehmend wird. Jeder Anbauer passt sein Gewächshaus immer spezifischer an die dort bestehenden Herausforderungen an, wodurch sich Gewächshäuser untereinander immer stärker unterscheiden. Man denke an Insektenschutznetze, Feuchtigkeitssteuerung durch Vernebelung, doppelte Schirme und die Desinfektion des gesamten Abwassers einschließlich Regenwasser.


